Das ist die Erde – aufgenommen am 14. Februar 1990 von der Raumsonde Voyager 1 aus einer Entfernung von etwa 6,4 Milliarden Kilometern (der größten Distanz, aus der jemals ein Foto von der Erde gemacht wurde).
Die Aufnahmen entstanden auf Anregung des amerikanischen Astronomen Carl Sagan, der durch die Bilder wiederum zu seinem Buch „Pale Blue Dot: A Vision of the Human Future in Space“ inspiriert wurde.
Daraus entstand 1996 die Fernsehserie “Cosmos”, zu der Sagan den Kommentar sprach. Einen Ausschnitt daraus gibt’s gleich unter der schönen Timelapse-Umsetzung seines großartigen, visionären, wahren und irgendwie auch tröstlichen Textes…
Moby ist ja nicht nur ein grandioser Musiker, sondern hat auch sonst prima Ideen. So schrieb er im April zum Beispiel einen Video-Wettbewerb zu seinem Song “Wait For Me” aus und kürte persönlich den Gewinner – den jungen israelischen Filmemacher Nimrod Shapira.
Der erklärte sein Video so: “Es erzählt die Geschichte eines Mädchens, das sich entschließt, Moby in ihr Leben einzuladen. Als Anleitung dafür dient ihr ein “Moby-Heraufbeschwörungsguide für Dummies”, das in 10 bizarren und komischen Schritten zum Erfolg führen soll. Jeder dieser Schritte ist eine Referenz auf ein anderes Moby-Video…”
Eigentlich müsste ich in diesem Augenblick etwas wichtiges erledigen. Doch ich habe keine Lust, ich schiebe es vor mir her.
Lieber schaue ich mir ein Video an, in dem es um genau das geht, was ich gerade tue: Um Prokrastination. Ein schönes Fremdwort für die Tätigkeit des Vermeidens einer Tätigkeit.
Und was bitte ist das, was Du gerade tust, während Du Dir das hier anschaust? Hm… ?
Na also!
Das ist Thomas Coraghessan Boyle. Ein amerikanischer Schriftsteller, der schon viele wunderbare Bücher geschrieben hat.
Gerade ist bei uns sein neues Buch “Das wilde Kind” erschienen – eine von 14 Erzählungen, die in den USA bereits in einem Band veröffentlicht wurden, der hier noch seiner Übersetzung harrt.
Angelehnt an die Legende von Victor, dem französischen Kaspar Hauser, der 1800 in den Bergen von Languedoc gefangen wurde, lässt T.C. Boyle die taubstumme Lehrerin und Heldin seines Romans “Talk Talk” die Geschichte eines Wolfskindes erzählen.
Ich durfte T.C. Boyle im vergangenen Jahr interviewen – da hat er schon ein wenig über sein neues Buch verraten.
Am Tag dieses Interviews hatte auch der Filmproduzent Sven Häusler einen Termin mit ihm, um ihn für seine grandiose Interview-Seite iseevoices zum Thema “Glück” erzählen zu lassen.
(via Spreeblick)
Ein Interview ist ein Interview ist ein Interview. Frage-Antwort-Frage-Antwort… kennt man ja.
Der Filmproduzent Sven Häusler hatte eine andere Idee: Gib einem bekannten Menschen ein Thema, das irgendwie mit ihm verbunden ist und lass ihn drüber reden. Und genau das passiert auf der Seite “iseevoices – people on topics”.
Billy Bragg spricht über Wut, Markus Kavka über Selbstmord, Wim Wenders über Geschwindigkeit, Berlinale-Chef Dieter Kosslick über Geschmack usw.
Die Kamera schreibt nicht nur mit, sondern macht ihre eigene Geschichte daraus…
Inzwischen sind neun Filme online. Die meisten in Englisch, der neueste (Sven Väth übers Tanzen) auf Deutsch.
(Nebenbei: Sven Häusler hat auch die großartige DVD “Peter Fox & Cold Steel – Live aus Berlin” produziert)
Die GEZ gibt sich wirklich Mühe, mit ihrer Werbung cool rüber zu kommen. Aber wir wissen ja, dass Mühe allein irgendwie uncool ist.
In Schweden hingegen…
(Der Download braucht ‘ne Weile, aber stark bleiben lohnt sich und bis zum Schluss gucken erst recht!)
Direktlink (leider wegen Serverüberlastung inzwischen nicht mehr in der englischen Version zu haben)
Vorgestern war Brent Knopf (Ramona Falls) im radioeins-Studio im Admiralspalast. Er kommt aus Portland (Oregon). Gestern kam Alela Diane vorbei. Sie lebt in Portland. Ihr folgten Ryan T Jacobs und TS Brooks. Beide: Portland.
Nur komischer Zufall oder stimmt es tatsächlich, was hier und da seit einiger Zeit so geschrieben wird: Portland sei das “neue” Seattle oder der Indierock-Themepark Amerikas…
Schnuppe! Solange, die Portländer herkommen und gefälligst gute Musik machen. Wie zum Beispiel gestern im radioeins-Studio im Admiralspalast:
Das sind die Ramona Falls auf dem Mount Hood in Oregon – ein Ort, der Brent Knopf in seiner Kindheit wie ein magisches Refugium schien. Deshalb hat der Musiker sein Soloprojekt so genannt und unter diesem Namen das wunderschöne Album “Intuit” veröffentlicht.
Eigentlich gehört Brent Knopf zu MENOMENA. Doch solange das Trio aus Portland nichts veröffentlicht, vertreibt er sich die Zeit mit Ramona Falls. So zum Beispiel gestern im Café Zapata und vorher im radioeins-Studio im Admiralspalast. Begleitet wurde er von Cherylin und Jean-Louise von der südafrikanischen Band Dear Reader. Das klang so.
Und hier ist das unterbelichtete Video dazu…
Inspiriert durch ein Röyksopp-Video interpretierte der schwedische Designstudent Tomas Nilsson das Märchen von Rotkäppchen neu und gab ihm buchstäblich eine neue Dimension… (für eine Ahnung genügt das Video da unten, für’s Detail sieht’s hier besser aus).