COOL, SUBVERSIV UND VORBILDHAFT

3. September 2010 um 11:39 Uhr


Diese beiden gut gelaunten jungen Menschen sind Jürgen Kuttner und Tom Kühnel. Sie sind die Regisseure des Stücks “Die Sorgen und die Macht” von Peter Hacks, das morgen (4. September) an den Kammerspielen des Deutschen Theaters in Berlin Premiere haben wird.
Nach einem handfesten Skandal und monatelangen Streitereien wurde dieses Stück am selben Haus 1963 abgesetzt. Hacks verließ das Theater, der damalige Intendant Wolfgang Langhoff trat als Intendant zurück.
Warum sie “Die Sorgen und die Macht” gerade jetzt ans DT zurückholen, erzählten Kuttner und Kühnel gestern Abend bei radioeins im Admiralspalast. Das Interview gibt’s hier (mit Rechtsklick als Download) oder zum Gleichhören hier unten:

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Weiterführende Lektüre:
Berliner Zeitung zum selben Thema

AUS DER ZEIT GEFALLEN

19. August 2010 um 11:38 Uhr


Das ist Willy Vlautin. Er ist der Vorsitzende der Americana-Band Richmond Fontaine aus Portland/Oregon und hat außerdem drei wunderbare Romane geschrieben. Alle drei handeln von traurigen, verletzten und getriebenen Helden – gleichermaßen auf der Flucht und auf der Suche.
Das letzte Buch heißt “Lean on Pete” und erzählt die Geschichte des 15jährigen Charley Thompson und die geht ungefähr so:

Heute Abend ist Willy Vlautin in Berlin, liest ab 21 Uhr im HBC Berlin und kommt um 19 Uhr im radioeins-Studio im Admiralspalast vorbei.

Weiterführende Lektüre:
Homepage von Willy Vlautin
Verlagsseite mit Leseprobe

Kategorie Literatur Musik Radio

HUNGER NACH SOPHIE

27. Mai 2010 um 13:43 Uhr


Das ist Sophie Hunger – Songschreiberin und Sängerin aus der Schweiz.
Sophie Hunger ist anders als die anderen. Sie ist Sehnsucht und Radikalität in einem. Das erzählt die Pose, die sie da oben zeigt – und das erzählt auch ihre wunderschöne neue Platte “1983″.
Unter ein YouTube-Video* schrieb jemand diesen Kommentar:

“liebe sophie. ich hatte immer hunger. aber ich wollte deine musik sehr lange nicht kennenlernen. so in etwa, dass man etwas schönes nicht erleben will – weil es dann für einen moment vorbei sein wird. jetzt bin ich bereit. und ich kann nicht mehr sagen als danke. dass du stets hunger hast nach dir. Respect. Bewunderung. ein Wunder…”

Interview mit Sophie Hunger bei radioeins hier oder hier unten:

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Und hier das Interview in 30 Sekunden:

Weiterführende Lektüre:
*Beitrag über Sophie Hunger in “titel, thesen, temperamente”
DIE ZEIT über Sophie Hunger
Sophie Hunger bei MySpace

Kategorie Musik Radio

DER REALISMUS MAGNETISCHER FELDER

26. März 2010 um 15:39 Uhr


Das ist Stephin Meritt. Er ist der Vorsitzender der New Yorker Band The Magnetic Fields.
Über Stephin Merritt wird gern mal gesagt, er sei der beste Songwriter unserer Zeit. Das muss auch Peter Gabriel finden, denn er hat für sein letztes Album “Scratch My Back” den Magnetic Fields-Song “The Book of Love” gecovert. Ein Song, von dem übrigens gern behauptet wird, es sei der traurigste Song überhaupt.
Ihr letztes Album “Distortion” haben die Magnetic Fields der wunderdunklen Band Jesus and The Mary Chain gewidmet. Das neue heißt “Realism” und ist wieder ganz anders, denn Merritt erließ im Studio das Gesetz: Kein Instrument das Strom benötige dürfe zum Einsatz kommen. Stattdessen hört man auf der Platte verspieltes Kinderklavier neben grummeliger Tuba, schräger Ukule und putzigen Streichern.
Morgen Abend spielen The Magnetic Fields im Kino Babylon und heute abend kommt Stephin Merritt im radioeins-Studio im Admiralspalast vorbei.
Und hier ist er, der traurigste Song überhaupt…

Weiterführende Lektüre:
The House of Tomorrow – Blog von The Magnetic Fields
BBC-Plattenkritik zu “Realism”

Kategorie Interview Musik Radio

WEIA! WAGALAWA WEIA! – KAMINSKI ON AIR

19. März 2010 um 13:28 Uhr


Dieser freundliche junge Mann ist Stefan Kaminski.
Ein wunderbarer Schauspieler und der Erfinder des Live-Hörspiels, das er jetzt schon seit geraumer Zeit am Deutschen Theater und anderswo mit seiner Reihe “Kaminski on Air” produziert.
Hier hatte ich schon mal was über ihn reingeklebt.
Bevor Stefan ab 22. März im Kammermusiksaal an vier Abenden seine Version von Wagners Ring-Tetralogie als dreidimensionales Live-Hörspiel aufführen wird, kommt er heute abend im radioeins-Studio im Admiralspalast vorbei.

Weiterführende Lektüre
Kaminski on Air
Kaminski on Air in der Philharmonie

Kategorie Hoerspiel Radio

DER MASKENMANN, DER BASS SPIELN KANN

16. März 2010 um 16:21 Uhr


Diese vertrauenerweckenden jungen Männer sind eigentlich nur vier Versionen eines Mannes – Les Claypool. Der begnadete und innovative Bassist und ehemalige Vorsitzende der Band Primus spielte einst bei Metallica vor und wurde als “zu gut” abgelehnt.
Das machte nichts, denn er hatte jede Menge anderer guter Ideen – und nicht nur musikalische… Unter anderem schrieb er mit Primus den Titelsong für “South Park”, machte einen Film und schrieb einen Roman.
Vor genau einem Jahr erschien Les Claypools Album “Of Fungi and Foe” und bevor er morgen abend im Lido seine lustige Musik spielt, kommt er im radioeins-Studio im Admiralspalast vorbei.

Weiterführende Lektüre:
Les Claypool bei laut.de
Les Claypool bei boing boing mit schönem Videointerview

Kategorie Musik Radio

SCHÖNE GEISTERJAGD

2. März 2010 um 12:06 Uhr


Diese ernsten jungen Männer gehören zur vermutlich ersten Band, die sich nach einem Museum benannt hat: Dem Musée Mécanique in San Francisco. Dort befindet sich die größte private Sammlung mechanischer Musikinstrumente und alter Spielautomaten.
Musée Mécanique selbst kommen aus Portland und lassen sich auch gern von Second Hand Läden, Garagenverkäufen und dem offenbar sehr speziellen Portland-Regen inspirieren.
Und dabei entstehen wunderschöne Songs und bisweilen hypnotische Filme für den Kopf.
Heute abend spielen Musée Mécanique im Café Zapata und vorher kommen sie im radioeins-Studio im Admiralspalast vorbei…

Weiterführende Lektüre:
Musée Mécanique bei MySpace
Biografie bei Laut.de

Kategorie Musik Radio

RADIO VON DRÜBEN

23. Oktober 2009 um 13:42 Uhr


Radio Soundso gibt’s nicht mehr, Sender Dingsbums ist tot und das Radio, das aus eurem Radio kommt, ist es irgendwie auch nicht mehr? Dann geht doch nach drüben…
Ganz weit da drüben, gegenüber von Manhattan in Jersey City gibt es WFMU. Es ist der älteste noch existierende amerikanische Sender, bei dem die DJs (im Gegensatz zu kommerziellen Stationen) nach dem Freeform-Prinzip arbeiten, also frei über den Inhalt ihrer Sendungen bestimmen können. Deshalb gilt WFMU in den USA als einer der besten Radiosender überhaupt.
Der Sender finanziert sich komplett durch seine Hörer und veranstaltet zu diesem Zweck einmal im Jahr einen zweiwöchigen Fundraisingmarathon und eine große Schallplattenbörse. Und man kann WFMU auch prima im Netz hören (Flash oder mp3).

Wikipedia über WFMU

Kategorie Pop Radio

6. Oktober 2009 um 09:24 Uhr


Im Augenblick läuft im Berliner Zeughauskino eine 14teilige Reihe über das DDR-Jugenradio DT64.
Morgen (7. Oktober) geht es zum ersten Mal um die subversivere Seite eines Radiosenders, der auch im Jahr 1986 eigentlich nichts anderes war als ein fürsorglich funktionierendes Rädchen im sozialistischen Mediengetriebe.
Doch ab März dieses Jahres kam plötzlich Sand rein: Musik jenseits des staatlich abgesegneten DDR-Mainstreams. Lutz Schramm erfand das “Parocktikum”, spielte Kassetten von manchmal fragwürdiger Tonqualität aber mit erkennbar anderer Musik… erstaunlicherweise geduldet.
Die ganze Geschichte gibt’s am Mittwoch um 20 Uhr im Zeughaus: Mit Originalsendung und anschließendem Gespräch mit Lutz Schramm und Klaus Walter (RadioDJ und Journalist, der lange Zeit für den Hessischen Rundfunk unter dem lustigen Sendungstitel “Der Ball ist rund” etwas andere Popmusik vorgestellt hat). Welten dazwischen? Mit Sicherheit! Also hingehen…

Parocktikum-Seite von Lutz Schramm

Kategorie Allgemein Musik Radio

PORTLÄNDER ALLER LIEDER – VERTEILT EUCH!

1. Oktober 2009 um 07:55 Uhr


Vorgestern war Brent Knopf (Ramona Falls) im radioeins-Studio im Admiralspalast. Er kommt aus Portland (Oregon). Gestern kam Alela Diane vorbei. Sie lebt in Portland. Ihr folgten Ryan T Jacobs und TS Brooks. Beide: Portland.
Nur komischer Zufall oder stimmt es tatsächlich, was hier und da seit einiger Zeit so geschrieben wird: Portland sei das “neue” Seattle oder der Indierock-Themepark Amerikas…

Schnuppe! Solange, die Portländer herkommen und gefälligst gute Musik machen. Wie zum Beispiel gestern im radioeins-Studio im Admiralspalast:

Kategorie Musik Radio Video