FUNKELPFERD SPRINGT NICHT MEHR

7. März 2010 um 13:15 Uhr


Das ist bzw. war Mark Linkous.
Wie der Rolling Stone gestern mitteilte, hat sich der Singer/Songwriter und Vorsitzende der amerikanischen Band Sparklehorse das Leben genommen.
Linkous hatte u.a. mit Tom Waits, PJ Harvey oder Daniel Johnston zusammengearbeitet und zuletzt gemeinsam mit Danger Mouse das Album “The Dark Night of the Soul” produziert, auf dem neben Iggy Pop, Frank Black (Pixies), Suzanne Vega und Julian Casablancas (The Strokes) unter anderem auch – traurige Ironie des Schicksals – Vic Chesnutt zu hören war, der sich erst Weihnachten letzten Jahres freiwillig von der Welt verabschiedet hat.
Vor seinem Selbstmord hatte Mark Linkous an einem neuen Sparklehorse-Album gearbeitet.

Weiterführende Lektüre:
SPEX zum Tod von Mark Linkous
Sparklehorse (englische Wikipedia)
Hintergründe zu “The Dark Night of the Soul”
“The Dark Night of the Soul” anhören

Kategorie Musik News

HÄ?

11. November 2009 um 12:22 Uhr


Eigentlich wollte ich hier nur Sachen reinkleben, die ich gut finde. Aber das ist jetzt mal uneigentlich:

Ich war am vergangenen Wochenende in Utrecht (Holland). Dort findet einmal im Monat sonntags ein Kulturfestival statt, immer zu einem anderen Thema. Diesmal: 20 Jahre Mauerfall.
Ich sollte dort mit Herman van Veen über seine Erfahrungen in und mit der DDR sprechen. Ich hatte ihn am 4. Oktober 1989 vor seinem Konzert in Ostberlin interviewt, seinen Satz “Ich werde heute die Mauer wegsingen” bei DT64 gesendet und dafür einen erhobenen (aber am Ende doch ziemlich harmlosen) “Du Du!”-Zeigefinger kassiert – deshalb war ich eingeladen.

Bei der Veranstaltung in Utrecht hat Herman van Veen vor unserem Gespräch zu den Leuten geredet, natürlich auf Holländisch…
Heute las ich, worum es da unter anderem ging und welche Folgen das hatte: van Veen hat über die DDR, über Pressefreiheit, Demokratie und totalitäre Systeme gesprochen und in diesem Zusammenhang vor der offensichtlich ziemlich rechten PVV gewarnt, die er in die Nähe der Nazi-Partei NSB rückte.
Am nächsten Tag wurde van Veen vom holländischen (der BILD-Zeitung nicht unähnlichen) DE TELEGRAAF “zitiert”. Darauf regnete es Hass- und Drohmails in seinen email-Account und jetzt ist er Mode. Bei einer Talkshow im Fernsehen hat er sich erklärt und seine Worte noch mal in den richtigen Kontext gestellt.

Vielleicht bin ich zu naiv, vielleicht fehlt mir der politische Sachverstand, vielleicht habe ich Demokratie und Pluralismus im Kapitalismus immer noch nicht kapiert…
Mir will nicht in den Kopf, warum hochrangige Politiker nur mal kurz zum Schämen in die rechte Ecke geschickt werden, wenn sie den Rassisten/Ausländerfeind raushängen lassen, während Leute mit unbequemen Bemerkungen sofort dem “gesunden Volksempfinden” zum Fraß vorgeworfen werden.

Weiterführende Lektüre:
Frankfurter Rundschau
Tazblog von Falk Madeja
Herman van Veen am 10.11. im niederländischen Fernsehen

Kategorie Allgemein News

DANIEL JOHNSTON FÜR’S iPHONE ?

29. September 2009 um 20:38 Uhr


Der texanische Singer/Songwriter Daniel Johnston ist jetzt auch als “iPhone-App” zu haben. Inspiriert durch seine wundersamen Phantasiecharaktere wurde das 3D-Spiel entwickelt, das man für 0,79 € im iTunes-Kaufmannsladen erwerben kann.
In diesem Spiel navigiert man (supermariogleich) als eine von Daniel Johnston erschaffene Kreatur durch eine kunterbunte Landschaft. Der Weg: Rote Teufelsbabys und andere böse Mächte bekämpfen. Das Ziel: Das Mädchen der Träume.
Im Hintergrund hört man Daniel Johnston singen (der übrigens weder ein Mobiltelefon haben noch überhaupt wissen soll, was ein iPhone ist).
Am 6. Oktober erscheint übrigens das neue Album von Daniel Johnston.

Kategorie Allgemein Musik News

LUCY IN THE SKY – VIELLEICHT…

28. September 2009 um 23:22 Uhr


Das ist Lucy Vodden – die Frau, die den Beatles als Vorbild für ihren Song “Lucy in the sky with diamonds” diente. Sie ist am Donnerstag im Alter von 46 Jahren an einer Autoimmunerkrankung gestorben.
John Lennon soll zu dem Song durch eine Zeichnung inspiriert worden sein, die sein ältester Sohn Julian 1966 von der Schule mit nach Hause brachte: Ein Porträt seiner Klassenkameradin Lucy, das Julian mit den Worten beschrieben haben soll: “It’s Lucy in the sky with diamonds”.

(via NME)

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