ANSICHTEN KEINES CLOWNS

1. Dezember 2010 um 09:58 Uhr


Das ist Chris Garneau. Er macht schöne, berührende, bizarre Musik. Er ist meistens traurig, doch seine Welt ist bunt.
Gestern war er im radioeins-Studio im Admiralspalast und hat was gesungen. Hier…

Und hier ist das wunderschöne Video zu einem anderen Song von seiner Platte “El Radio”:

Kategorie Musik Radio

VÖGELNDE GIRAFFEN UND ANDERER QUARK

1. November 2010 um 16:22 Uhr


Dieser fröhliche junge Mann ist Hank Green. Hank ist der Bruder von John Green und die beiden haben vor einiger Zeit beschlossen, ein Jahr lang nur noch über Videos miteinander zu kommunizieren. Sie nannten es Brotherhood 2.0 und stellten ihre lustigen, absurden aber mitunter auch sehr lehrreichen Beiträge auf einen eigens dafür eingerichteten Videoblog auf YouTube. Neben interessanten Details über vögelnde Giraffen lernt man dort auch auf sehr unterhaltsame Weise alles über Quarks.

Weiterführende Lektüre:
Wikipedia über John Greend
Wikipedia über Hank Green
Wikipedia über Quarks

Kategorie Musik Wissenschaft

AUS DER ZEIT GEFALLEN

19. August 2010 um 11:38 Uhr


Das ist Willy Vlautin. Er ist der Vorsitzende der Americana-Band Richmond Fontaine aus Portland/Oregon und hat außerdem drei wunderbare Romane geschrieben. Alle drei handeln von traurigen, verletzten und getriebenen Helden – gleichermaßen auf der Flucht und auf der Suche.
Das letzte Buch heißt “Lean on Pete” und erzählt die Geschichte des 15jährigen Charley Thompson und die geht ungefähr so:

Heute Abend ist Willy Vlautin in Berlin, liest ab 21 Uhr im HBC Berlin und kommt um 19 Uhr im radioeins-Studio im Admiralspalast vorbei.

Weiterführende Lektüre:
Homepage von Willy Vlautin
Verlagsseite mit Leseprobe

Kategorie Literatur Musik Radio

ANMUT UND DÄMONEN

18. Juni 2010 um 17:23 Uhr


Das ist John Grant – Musiker und Songschreiber aus New York. Früher war er der Sänger der Czars. Doch das war irgendwann vorbei, stattdessen: Drogen, Alkohol, Depressionen.
Dann Besinnung und Läuterung, ein “ordentlicher Beruf” und dann… kam die texanische Band Midlake und wollte seine Unterstützung für ihre neue Platte. Das war gut, denn dann wiederum unterstützten sie ihn bei seinem Solo-Album Queen of Denmark, das Ende Mai erschienen und großartig ist. Ein Album über “Gesetztheit, Anmut und die eigenen Dämonen”, wie er sagt.
Gestern war John Grant zu Besuch im radioeins-Studio im Admiralspalast. Das Interview (in dem es übrigens nicht um Musik geht) und einen Song (den er live gespielt hat) gibt’s hier oder gleich hier unten:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Kategorie Interview Meins Musik

HUNGER NACH SOPHIE

27. Mai 2010 um 13:43 Uhr


Das ist Sophie Hunger – Songschreiberin und Sängerin aus der Schweiz.
Sophie Hunger ist anders als die anderen. Sie ist Sehnsucht und Radikalität in einem. Das erzählt die Pose, die sie da oben zeigt – und das erzählt auch ihre wunderschöne neue Platte “1983″.
Unter ein YouTube-Video* schrieb jemand diesen Kommentar:

“liebe sophie. ich hatte immer hunger. aber ich wollte deine musik sehr lange nicht kennenlernen. so in etwa, dass man etwas schönes nicht erleben will – weil es dann für einen moment vorbei sein wird. jetzt bin ich bereit. und ich kann nicht mehr sagen als danke. dass du stets hunger hast nach dir. Respect. Bewunderung. ein Wunder…”

Interview mit Sophie Hunger bei radioeins hier oder hier unten:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Und hier das Interview in 30 Sekunden:

Weiterführende Lektüre:
*Beitrag über Sophie Hunger in “titel, thesen, temperamente”
DIE ZEIT über Sophie Hunger
Sophie Hunger bei MySpace

WIE MAN EIN MOBY HERAUFBESCHWÖRT

2. Mai 2010 um 16:20 Uhr


Moby ist ja nicht nur ein grandioser Musiker, sondern hat auch sonst prima Ideen. So schrieb er im April zum Beispiel einen Video-Wettbewerb zu seinem Song “Wait For Me” aus und kürte persönlich den Gewinner – den jungen israelischen Filmemacher Nimrod Shapira.
Der erklärte sein Video so: “Es erzählt die Geschichte eines Mädchens, das sich entschließt, Moby in ihr Leben einzuladen. Als Anleitung dafür dient ihr ein “Moby-Heraufbeschwörungsguide für Dummies”, das in 10 bizarren und komischen Schritten zum Erfolg führen soll. Jeder dieser Schritte ist eine Referenz auf ein anderes Moby-Video…”

Weiterführende Lektüre:
Mobys Seite mit zwei weiteren Videos aus dem Wettbewerb

via TwentyFourBit

Kategorie Musik

LISSIE: NOTHING ELSE MATTERS

21. April 2010 um 14:17 Uhr


Das ist Lissie Maurus. Eine junge Songwriterin aus Los Angeles, deren Debüt-EP “Why you Runnin” gerade bei uns erschienen ist.
Und die Frau kann auch prima Metallica covern…

(via TwentyFourBit)

Lissie bei Myspace

Kategorie Musik

DER REALISMUS MAGNETISCHER FELDER

26. März 2010 um 15:39 Uhr


Das ist Stephin Meritt. Er ist der Vorsitzender der New Yorker Band The Magnetic Fields.
Über Stephin Merritt wird gern mal gesagt, er sei der beste Songwriter unserer Zeit. Das muss auch Peter Gabriel finden, denn er hat für sein letztes Album “Scratch My Back” den Magnetic Fields-Song “The Book of Love” gecovert. Ein Song, von dem übrigens gern behauptet wird, es sei der traurigste Song überhaupt.
Ihr letztes Album “Distortion” haben die Magnetic Fields der wunderdunklen Band Jesus and The Mary Chain gewidmet. Das neue heißt “Realism” und ist wieder ganz anders, denn Merritt erließ im Studio das Gesetz: Kein Instrument das Strom benötige dürfe zum Einsatz kommen. Stattdessen hört man auf der Platte verspieltes Kinderklavier neben grummeliger Tuba, schräger Ukule und putzigen Streichern.
Morgen Abend spielen The Magnetic Fields im Kino Babylon und heute abend kommt Stephin Merritt im radioeins-Studio im Admiralspalast vorbei.
Und hier ist er, der traurigste Song überhaupt…

Weiterführende Lektüre:
The House of Tomorrow – Blog von The Magnetic Fields
BBC-Plattenkritik zu “Realism”

DER MASKENMANN, DER BASS SPIELN KANN

16. März 2010 um 16:21 Uhr


Diese vertrauenerweckenden jungen Männer sind eigentlich nur vier Versionen eines Mannes – Les Claypool. Der begnadete und innovative Bassist und ehemalige Vorsitzende der Band Primus spielte einst bei Metallica vor und wurde als “zu gut” abgelehnt.
Das machte nichts, denn er hatte jede Menge anderer guter Ideen – und nicht nur musikalische… Unter anderem schrieb er mit Primus den Titelsong für “South Park”, machte einen Film und schrieb einen Roman.
Vor genau einem Jahr erschien Les Claypools Album “Of Fungi and Foe” und bevor er morgen abend im Lido seine lustige Musik spielt, kommt er im radioeins-Studio im Admiralspalast vorbei.

Weiterführende Lektüre:
Les Claypool bei laut.de
Les Claypool bei boing boing mit schönem Videointerview

Kategorie Musik Radio

FUNKELPFERD SPRINGT NICHT MEHR

7. März 2010 um 13:15 Uhr


Das ist bzw. war Mark Linkous.
Wie der Rolling Stone gestern mitteilte, hat sich der Singer/Songwriter und Vorsitzende der amerikanischen Band Sparklehorse das Leben genommen.
Linkous hatte u.a. mit Tom Waits, PJ Harvey oder Daniel Johnston zusammengearbeitet und zuletzt gemeinsam mit Danger Mouse das Album “The Dark Night of the Soul” produziert, auf dem neben Iggy Pop, Frank Black (Pixies), Suzanne Vega und Julian Casablancas (The Strokes) unter anderem auch – traurige Ironie des Schicksals – Vic Chesnutt zu hören war, der sich erst Weihnachten letzten Jahres freiwillig von der Welt verabschiedet hat.
Vor seinem Selbstmord hatte Mark Linkous an einem neuen Sparklehorse-Album gearbeitet.

Weiterführende Lektüre:
SPEX zum Tod von Mark Linkous
Sparklehorse (englische Wikipedia)
Hintergründe zu “The Dark Night of the Soul”
“The Dark Night of the Soul” anhören

Kategorie Musik