Das ist Willy Vlautin. Er ist der Vorsitzende der Americana-Band Richmond Fontaine aus Portland/Oregon und hat außerdem drei wunderbare Romane geschrieben. Alle drei handeln von traurigen, verletzten und getriebenen Helden – gleichermaßen auf der Flucht und auf der Suche.
Das letzte Buch heißt “Lean on Pete” und erzählt die Geschichte des 15jährigen Charley Thompson und die geht ungefähr so:
Heute Abend ist Willy Vlautin in Berlin, liest ab 21 Uhr im HBC Berlin und kommt um 19 Uhr im radioeins-Studio im Admiralspalast vorbei.
Das ist Austin Kleon. Ein Comiczeichner und Poet, der erstaunliche Dinge mit der Zeitung macht. Er schwärzt die Texte so lange, bis nur Worte da stehen, die zu seiner Poesie werden. Aus diesen “Newspaper Blackouts” hat er ein Buch gemacht. Schön.
So wird’s gemacht:
Das ist William S. Burroughs – mit Allen Ginsberg und Jack Kerouac begründete er in den 50er Jahren die Beat Generation – eine literarische Strömung, deren Werke (wie “Naked Lunch”, “On The Road” oder “Howl”) noch heute als Bibeln der Anarchie und des Nonkonformismus gelten. Beastie Boy Adam “MCA” Yauch, der mit seiner Firma Oscilloscope Laboratories auch erfolgreich Filme produziert und vertreibt, will nun die preisgekrönte Dokumentation “William S. Burroughs: A Man Within” auf DVD veröffentlichen. Darin erzählen unter anderem John Waters, Patti Smith, Iggy Pop, Gus Van Sant, Thurston Moore (Sonic Youth), Laurie Anderson, Jello Biafra und David Cronenberg über ihren Helden.
Die DVD soll im Herbst in Amerika erscheinen, ist bei uns aber vermutlich erstmal nur als Import zu haben…
Hier ist der Trailer:
Das ist Stephen Elliott – ein amerikanischer Journalist und Autor, der jetzt erstmalig in Deutschland veröffentlicht wurde.
In seinem Erzählungsband “Meine Freundin kommt in die Stadt” erzählt er zehn berührende, erschütternde, verstörende aber bisweilen auch bizarr-komische Geschichten über eine/seine Suche nach Liebe – eine masochistische Liebe, die nur im Schmerz Erfüllung findet.
Diese Geschichten sind autobiographisch – wie sein Alter Ego leidet auch Stephen Elliott unter dem Trauma eines Mannes, der als Kind Opfer von Misshandlungen und sexueller Gewalt wurde.
Der deutsche Verlag hat sich entschlossen, den Titel des Buches nicht komplett zu übernehmen. Statt wie im Original “My Girlfriend Comes to the City and Beats Me Up” heißt es hier nur halbherzig und brav “Meine Freundin kommt in die Stadt”. Auch das Cover des amerikanischen Originals ist wesentlich eindeutiger als das der deutschen Ausgabe.
Dennoch: Wer diese Geschichten liest, den werden sie nicht mehr loslassen – und das ist nicht zuletzt der wunderbaren deutschen Übersetzung von Gregor Hens zu verdanken.
Hier unten gibt’s ein Interview mit dem Übersetzer.
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Und in dem Videoclip erzählt Stephen Elliott über sein Leben und Schreiben in San Francisco.
Das ist Thomas Coraghessan Boyle. Ein amerikanischer Schriftsteller, der schon viele wunderbare Bücher geschrieben hat.
Gerade ist bei uns sein neues Buch “Das wilde Kind” erschienen – eine von 14 Erzählungen, die in den USA bereits in einem Band veröffentlicht wurden, der hier noch seiner Übersetzung harrt.
Angelehnt an die Legende von Victor, dem französischen Kaspar Hauser, der 1800 in den Bergen von Languedoc gefangen wurde, lässt T.C. Boyle die taubstumme Lehrerin und Heldin seines Romans “Talk Talk” die Geschichte eines Wolfskindes erzählen.
Ich durfte T.C. Boyle im vergangenen Jahr interviewen – da hat er schon ein wenig über sein neues Buch verraten.
Am Tag dieses Interviews hatte auch der Filmproduzent Sven Häusler einen Termin mit ihm, um ihn für seine grandiose Interview-Seite iseevoices zum Thema “Glück” erzählen zu lassen.
(via Spreeblick)
Billy Corgan ist der Vorsitzende der Smashing Pumpkins und Carl Gustav Jung war der Begründer der “Analytischen Psychologie” (ihm verdanken wir unter anderem die wissenschaftliche Unterscheidung und Beschreibung von extrovertierten und introvertierten Menschen).
C. G. Jung hat Tagebuch geschrieben, ist in sein Unterbewusstsein vorgedrungen, hat Träume aufgezeichnet und gemalt.
Nach 50 Jahren unter Verschluss erscheint dieses “Rote Buch” und wird 2010 auch in Deutschland veröffentlicht.
Das New Yorker “Rubin Museum of Modern Art” veranstaltet zur Zeit parallel zu einer Ausstellung zum “Red Book” die “Red Book Dialogues” und lässt interessante Leute aus dem Showgeschäft mit Psychologen darüber diskutieren. David Byrne und Sarah Silverman waren z.B. schon dabei. Jetzt war auch Billy Corgan dran. Er sprach mit dem Psychoanalytiker Dr. Morgan Stebbins. Ist interessant, zum Teil sehr lustig – aber eben auf Englisch… Hier geht’s zum Youtube-Video des Events.
Tilman Rammstedt hat neulich ein Buch geschrieben. Es heißt “Der Kaiser von China” und ist wahrscheinlich das dickste Buch über’s Lügen, das je geschrieben wurde (die Bibel hat vielleicht zwei Seiten mehr, aber irgendwie zählt die nicht…)
Jedenfalls ist das Buch sogar in China erschienen, und zwar in Chinesisch. Das fanden die Chinesen so toll, dass sie bei der Frankfurter Buchmesse unbedingt Gastland werden wollten. Aber auch nur, um eine extra große Halle zu bekommen und ganz viele Ausgaben der chinesischen Ausgabe von Tilman Rammstedts Buch unter die in Deutschland lebende chinesische Bevölkerung zu bringen.
Das scheint ihnen gelungen zu sein, denn seitdem darf Tilman Rammstedt in jedem chinesischen Restaurant Berlins umsonst Nudeln essen und Ess-Stäbchen klauen.
Hier sehen wir ihn, wie er seinen chinesischen Lesern erzählt, worum genau es in seinem Buch geht:
Das heutige Sonntagsmärchen ist eines zum Hören. Es entstand in einer Art Spiel, das ich mit meiner Oma oft gespielt habe: Man schreibt eine Geschichte und lässt Adjektive, Attribute und manchmal auch Verben oder Substantive weg.
Der andere nennt Wörter, ohne allerdings Thema und Inhalt des Textes zu kennen. So entstehen lustige, absurde, mitunter surreale Geschichten – wie eben auch das Märchen, das ihr hier hören könnt.
Ich habe keine Zeitung gelesen.
Ich habe keiner Frau nachgesehn.
Ich habe den Briefkasten nicht geöffnet.
Ich habe keinem einen Guten Tag gewünscht.
Ich habe nicht in den Spiegel gesehn.
Ich habe mit keinem über alte Zeiten gesprochen
und mit keinem über neue Zeiten.
Ich habe nicht über mich nachgedacht.
Ich habe keine Zeile geschrieben.
Ich habe keinen Stein ins Rollen gebracht.