KUNST KOMMT VON KAUEN

28. Januar 2012 um 13:53 Uhr


Das ist ein Kaugummi. Ausgespuckt und plattgemacht wie die meisten seiner Artgenossen. Doch dann kommt Ben Wilson und gibt ihrem Dasein einen neuen Sinn. Große Kunst.

Weiterführende Informationen:
Ben Wilsons Kaugummi-Kunst bei flickr

Kategorie Kunst streetart

MARWENCOL – DAS DORF DER PUPPEN

20. Januar 2012 um 20:36 Uhr


Das sind drei Frauen, die offenbar nichts Gutes im Schilde führen, oder vielleicht doch?
Subtile und verstörende “Puppenspiele” wie diese kreiert Mark Hogancamp – das ist seine Art, ein traumatisches Erlebnis zu verarbeiten. Am 8. April 2000 wurde der Amerikaner vor einer Bar von fünf Männern fast totgeschlagen, nachdem er ihnen im Suff erzählt hatte, dass er gern Frauenkleider trage. Er erlitt schwere Kopfverletzungen, und als er nach neun Tagen aus dem Koma erwachte, hatte er einen großen Teil seines Gedächtnisses verloren. Mit achtunddreißig Jahren musste er wieder lernen zu essen, zu laufen und zu denken.
Nachdem Mark aus dem Krankenhaus entlassen wurde, begann er in seinem kleinen Garten ein fiktives belgisches Dorf zur Zeit des Zweiten Weltkrieges aufzubauen, im Maßstab 1:6. Er nannte den Ort MARWENCOL und bevölkerte ihn mit Puppen, für die seine Familie und seine Freunde Pate standen. Er inszenierte die Figuren in meist verstörenden Szenen, die er danach fotografierte. Ein New Yorker Galerist entdeckte die Fotos, und aus Marks selbsttherapeutischem Spiel wurde Kunst.
Ein preisgekrönter Dokumentarfilm erzählt die Geschichte von Mark Hogancamp, vielleicht ist er ja irgendwann auch hier zu sehen.

Weiterführende Lektüre:
Webseite von Mark Hogancamp und MARWENCOL
Englische Wikipedia über MARWENCOL
Artikel in der New York Times

Kategorie Film Kunst

DIE PRÄZISION DES ABSURDEN

13. Januar 2012 um 17:39 Uhr


Das ist ein Cartoon von Rube Goldberg. Er erfand den Erfinder Professor Lucifer Gorgonzola Butts, welcher die kompliziertesten Apperaturen konstruierte, um einfachste Tätigkeiten zu verrichten. Diese wiederum inspirierten den 26jährigen New Yorker “Kinetik-Künstler” Joseph Hersher so sehr, dass er selbst Maschinen baute, die “so absurd und nutzlos wie möglich” sein sollten…


(via)

In etwas größerem Format wurde eine Rube-Goldberg-Maschine im Video der amerikanischen Band OK Go nachgebaut, und zwar von der “Liga der außergewöhnlichen Nerds” (Syynlabs).

Weiterführende Lektüre:
Seite von Joseph Hersher mit weiteren Maschinen
Offizielle Rube Goldberg Webseite
Wikipedia über die Rube-Goldberg-Maschine
New York Times über Joseph Hersher
Syynlabs
Making Of des Musikvideos

Kategorie Kunst Wissenschaft

WINZIG groß

2. Januar 2012 um 11:26 Uhr


Das ist ein verlorener Turnschuh in einer Pfütze. Doch wenn man ihn näher betrachtet, ist es plötzlich ein großes Abenteuer, das zwei Leute erleben.




Seit 2006 erschafft der englische Streetart-Künstler Slinkachu Momente wie diese – verrückt, lustig, verstörend, einsam, normal…
Wie er das tut und warum, sieht man hier:

Weiterführende Lektüre:
Blog von Slinkachu (mit mehr Bildern)
“Kleine Leute in der großen Stadt” (Buch bei Amazon)

Kategorie Kunst streetart

EIN GRINSEN WENIGER

27. Dezember 2011 um 23:27 Uhr


Das ist James Rizzi. Er war ein New Yorker Maler und ist gestern im Alter von 61 Jahren gestorben.
Ich kenne ihn nur, weil mir ein Freund mal einen Bildband von ihm geschenkt hat. Ich habe keine Ahnung von Kunst, doch die Bilder haben mir gefallen, weil sie bunt und lustig sind und weil man ständig grinsen muss. Rizzi hat sein New York gemalt, wie er es vermutlich gern sehen wollte: als großes Wimmelbild mit lachenden Hochhäusern und notorisch verliebten Einwohnern.

Weiterführende Lektüre:
Artikel in der Süddeutschen Zeitung zum Tod von James Rizzi

Kategorie Kunst

PARALLELUNIVERSUM

7. August 2011 um 13:08 Uhr


Das ist ein geteilter Himmel – links Paris, rechts New York. Der britische Filmemacher J.W. Griffiths war in beiden Städten, hat mit seiner Handy-Kamera identische Aufnahmen gemacht und diese zu seinem Kurzfilm “Splitscreen: A Love Story” montiert.

Making Of

Kategorie Film Kunst

QUALLENSTUDIUM

11. Juli 2011 um 09:23 Uhr


Diese bizarre Kreatur ist eine Portugiesische Galeere (Physalia physalis). Ihren Namen verdankt sie der segelförmigen, bläulich schimmernden Gasblase, die für den Antrieb des Tieres auf offenem Meer sorgt.
Das quallenartige Wesen nennt lange, lockige Tentakel ihr eigen, deren Gift sie zu den gefährlichsten Tieren der Welt macht.
Gefährlich und schön, dachten sich die Leute von Morphologic und machten aus dem Leben dieses Wesens ein “künstlerisches” Video.

Und jetzt noch eine andere Art des Studiums fremder Kulturen durch den Filmemacher, Comedian und Musiker Julian Smith, über den ich hier auch schon mal was reingeklebt habe. DAS ist Kunst.

Weiterführender Hinweis:
Nach eingehendem Studium der beiden Filme kann man die auch gleichzeitig gucken. Macht Spaß.

Kategorie Film Kunst

SONNTAGSMÄRCHEN – TÖDLICHE TOMATENSUPPE

10. Juli 2011 um 12:18 Uhr


Das ist eine schlimme Splatterszene aus dem Trickfilm “Defective Detective” von Avne Geller und Stevie Lewis. Die beiden studieren am Ringling College of Art and Design in Florida und haben ein Jahr an dem Film gearbeitet. Er erzählt die Geschichte eines glücklosen Detektivs, der plötzlich die Chance wittert, bei der Oma über ihm den bösen “Schlächter” zu fangen…

Weiterführende Lektüre:
Produktionsnotizen der beiden Filmemacher

Kategorie Animation Kunst

HALLO, FREMDER

19. Juni 2011 um 13:32 Uhr


© Danny Santos II

Das ist ein fremder Mann. Er hat einen Namen, doch seinen Namen kennt man nicht. Auch der Fotograf, der dieses Bild gemacht hat, ist nicht berühmt – er selbst sagt von sich, er sei “Wochenendfotograf”. Er heißt Danny Santos II, lebt in Singapur und macht seit zwei Jahren Porträts wildfremder Leute, die er auf einer Straße seiner Stadt trifft und einfach anspricht. Mehr als 100 Porträts sind auf diese Weise entstanden.
Aber er macht auch andere tolle Straßenfotos:

Weiterführende Informationen:
Seite von Danny Santos II
Danny Santos II bei Flickr

Kategorie Fotografie Kunst

BILL UND ALL DIE ANDEREN

31. Oktober 2010 um 11:48 Uhr


Das ist Bill Murray. Er ist einer der Lieblingsschauspieler des Regisseurs Wes Anderson, weshalb dieser ihn auch oft und gern in seinen Filmen besetzt. Und weil Bill Murray seinerseits Wes Anderson gut leiden kann, sagt er ihm auch für die kleinste Rolle zu (wie z. Bsp. in Darjeeling Limited).
Der Maler Casey Weldon findet beide gut und fragte sich, wie Murray wohl aussähe, hätte er alle Rollen bei Wes Anderson gespielt. Und man muss gestehen: Die Ähnlichkeit mit Gwyneth Paltrow als Margot Tenenbaum ist schon frappierend, oder?
Im Uhrzeigersinn: Max Fischer (Rushmore); Chas Tenenbaum (The Royal Tenenbaums); Anne-Marie Sakowitz (Die Tiefseetaucher); Margot Helen Tenenbaum (The Royal Tenenbaums); Francis (Darjeeling Limited); Richie Tenenbaum (The Royal Tenenbaums)

Und hier zur Unterhaltung und Erbauung noch der Trailer zu dem wunderbaren Film “The Royal Tenenbaums”

Weiterführende Lektüre:
Casey Weldons Blog
Bill Murray als sprechender Fuchs

Kategorie Film Kunst