PROBELIEGEN – GESCHICHTEN VOM TOD

11. Oktober 2011 um 08:06 Uhr


Das ist Torsten Körner. Er liegt in einem Sarg, aber er ist nicht tot. Er wollte nur mal sehen, wie das so ist. Probeliegen eben.
Und er hat ein Buch über den Tod geschrieben. Ein gutes und sehr lebendiges Buch. “Probeliegen. Geschichten vom Tod”.
Gestern war er im radioeins-Studio im Admiralspalast und hat davon erzählt. Das Interview ist hier unten:

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Der Buchtrailer:

Weiterführende Lektüre:
Vorabdruck eines Kapitels im Tagesspiegel

ANDERS QUATSCHEN IM FERNSEHEN

20. Januar 2011 um 13:22 Uhr


Das sind Friedrich Küppersbusch und Benjamin von Stuckrad-Barre.
Die beiden verantworten seit kurzem zwei neue Talkshows im Fernsehen. Küppersbusch erfand “Vier gewinnt” für n-tv und Stuckrad-Barre ersann gemeinsam mit Christian Ulmen “Stuckrad Late Night” für ZDFneo.
Gestern waren beide zu Gast bei radioeins im Admiralspalast und redeten über ihre Shows, über Selbstversuche vor der Kamera und über’s Rauchen im Fernsehen.
Das Gespräch gibt’s komplett hier unten:

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Weiterführendes Material:
“Stuckrad Late Night” von ZDFneo
“Vier gewinnt”-Seite von n-tv

Unter anderem sprachen wir auch über Talksendungen im Fernsehen “bevor das Fernsehen erfunden wurde” (Friedrich Küppersbusch). So wie hier:

JIM RAKETE UND DIE SOLIDARITÄT DER KLUGHEIT

31. Dezember 2010 um 13:40 Uhr


Das ist der Fotograf Jim Rakete.
Am 1. Januar 2011 wird er 60 Jahre alt. Für ihn sei das kein so wichtiger Termin, hat er gesagt. Und er sagte noch andere Dinge.
Jim Rakete macht nicht nur wunderbare Fotos, sondern er gehört zu jenen Künstlern, die sich selbst nicht dafür halten und lieber hinter ihrer Kunst verschwinden. Darüber und über noch einiges mehr sprachen wir vor ein paar Tagen bei radioeins. Das Gespräch gibt’s hier unten.

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Als wir so redeten, schwärmte Jim Rakete unter anderem von der Schweizerin Sophie Hunger und erwähnte dabei den Song, den sie vor kurzem bei ihrem Besuch im radioeins-Studio im Admiralspalast sang. Dieser hier:

Weiterführendes Material:
Seite von Jim Rakete bei der Agentur EYE•D
Interview mit Sophie Hunger im Spiegel

DIE KUNST DES VERSCHWINDENS

25. November 2010 um 09:22 Uhr


Das ist Roger Willemsen. Er schreibt gerade was in sein Buch “Die Enden der Welt”, das vom Reisen und der Lust am Verschwinden handelt.
Warum? Das erzählte er gestern hier:

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Weiterführende Lektüre:
Homepage von Roger Willemsen
Rezension in der F.A.Z.

DER HERBST IST SCHNELLER ALS DER TOD

12. Oktober 2010 um 23:23 Uhr


Das ist ein Mann, dem es nicht besonders gut geht. Er ist sogar schon tot. Verantwortlich dafür ist der Mann, der sich über ihn beugt. Und der ist der Held in dem Thriller “Schneller als der Tod” von Josh Bazell.
Wer Mafia-Geschichten und Dr. House mag, wird vermutlich auch diese bizarre, böse, lustige, aber auch… schöne Krankenhausgeschichte mögen.
Und wer noch dazu den Komödianten Christoph Maria Herbst mag, lässt sich den Roman von ihm vielleicht auch gern vorlesen.
Warum und wie er das tut und wie es Stromberg eigentlich so geht, erzählte er heute im radioeins Studio im Admiralspalast.

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Weiterführendes Material:
Artikel im Tagesspiegel über Herbst und das Hörbuch
Seite des Hörverlages mit Hörprobe
Eine alte und lustige Dokumentaraufnahme (9’25 – 10’12 besonders!)

COOL, SUBVERSIV UND VORBILDHAFT

3. September 2010 um 11:39 Uhr


Diese beiden gut gelaunten jungen Menschen sind Jürgen Kuttner und Tom Kühnel. Sie sind die Regisseure des Stücks “Die Sorgen und die Macht” von Peter Hacks, das morgen (4. September) an den Kammerspielen des Deutschen Theaters in Berlin Premiere haben wird.
Nach einem handfesten Skandal und monatelangen Streitereien wurde dieses Stück am selben Haus 1963 abgesetzt. Hacks verließ das Theater, der damalige Intendant Wolfgang Langhoff trat als Intendant zurück.
Warum sie “Die Sorgen und die Macht” gerade jetzt ans DT zurückholen, erzählten Kuttner und Kühnel gestern Abend bei radioeins im Admiralspalast. Das Interview gibt’s hier (mit Rechtsklick als Download) oder zum Gleichhören hier unten:

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Weiterführende Lektüre:
Berliner Zeitung zum selben Thema

ANMUT UND DÄMONEN

18. Juni 2010 um 17:23 Uhr


Das ist John Grant – Musiker und Songschreiber aus New York. Früher war er der Sänger der Czars. Doch das war irgendwann vorbei, stattdessen: Drogen, Alkohol, Depressionen.
Dann Besinnung und Läuterung, ein “ordentlicher Beruf” und dann… kam die texanische Band Midlake und wollte seine Unterstützung für ihre neue Platte. Das war gut, denn dann wiederum unterstützten sie ihn bei seinem Solo-Album Queen of Denmark, das Ende Mai erschienen und großartig ist. Ein Album über “Gesetztheit, Anmut und die eigenen Dämonen”, wie er sagt.
Gestern war John Grant zu Besuch im radioeins-Studio im Admiralspalast. Das Interview (in dem es übrigens nicht um Musik geht) und einen Song (den er live gespielt hat) gibt’s hier oder gleich hier unten:

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Kategorie Interview Meins Musik

HUNGER NACH SOPHIE

27. Mai 2010 um 13:43 Uhr


Das ist Sophie Hunger – Songschreiberin und Sängerin aus der Schweiz.
Sophie Hunger ist anders als die anderen. Sie ist Sehnsucht und Radikalität in einem. Das erzählt die Pose, die sie da oben zeigt – und das erzählt auch ihre wunderschöne neue Platte “1983″.
Unter ein YouTube-Video* schrieb jemand diesen Kommentar:

“liebe sophie. ich hatte immer hunger. aber ich wollte deine musik sehr lange nicht kennenlernen. so in etwa, dass man etwas schönes nicht erleben will – weil es dann für einen moment vorbei sein wird. jetzt bin ich bereit. und ich kann nicht mehr sagen als danke. dass du stets hunger hast nach dir. Respect. Bewunderung. ein Wunder…”

Interview mit Sophie Hunger bei radioeins hier oder hier unten:

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Und hier das Interview in 30 Sekunden:

Weiterführende Lektüre:
*Beitrag über Sophie Hunger in “titel, thesen, temperamente”
DIE ZEIT über Sophie Hunger
Sophie Hunger bei MySpace

MEINE FREUNDIN KOMMT… UND VERPRÜGELT MICH

14. Mai 2010 um 22:49 Uhr


Das ist Stephen Elliott – ein amerikanischer Journalist und Autor, der jetzt erstmalig in Deutschland veröffentlicht wurde.
In seinem Erzählungsband “Meine Freundin kommt in die Stadt” erzählt er zehn berührende, erschütternde, verstörende aber bisweilen auch bizarr-komische Geschichten über eine/seine Suche nach Liebe – eine masochistische Liebe, die nur im Schmerz Erfüllung findet.
Diese Geschichten sind autobiographisch – wie sein Alter Ego leidet auch Stephen Elliott unter dem Trauma eines Mannes, der als Kind Opfer von Misshandlungen und sexueller Gewalt wurde.
Der deutsche Verlag hat sich entschlossen, den Titel des Buches nicht komplett zu übernehmen. Statt wie im Original “My Girlfriend Comes to the City and Beats Me Up” heißt es hier nur halbherzig und brav “Meine Freundin kommt in die Stadt”. Auch das Cover des amerikanischen Originals ist wesentlich eindeutiger als das der deutschen Ausgabe.
Dennoch: Wer diese Geschichten liest, den werden sie nicht mehr loslassen – und das ist nicht zuletzt der wunderbaren deutschen Übersetzung von Gregor Hens zu verdanken.
Hier unten gibt’s ein Interview mit dem Übersetzer.

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Und hier unten liest Stephen Elliott aus seinem Buch, spricht über seine Sexualität und das Schreiben darüber.

Weiterführende Lektüre:
Leseprobe

DER REALISMUS MAGNETISCHER FELDER

26. März 2010 um 15:39 Uhr


Das ist Stephin Meritt. Er ist der Vorsitzender der New Yorker Band The Magnetic Fields.
Über Stephin Merritt wird gern mal gesagt, er sei der beste Songwriter unserer Zeit. Das muss auch Peter Gabriel finden, denn er hat für sein letztes Album “Scratch My Back” den Magnetic Fields-Song “The Book of Love” gecovert. Ein Song, von dem übrigens gern behauptet wird, es sei der traurigste Song überhaupt.
Ihr letztes Album “Distortion” haben die Magnetic Fields der wunderdunklen Band Jesus and The Mary Chain gewidmet. Das neue heißt “Realism” und ist wieder ganz anders, denn Merritt erließ im Studio das Gesetz: Kein Instrument das Strom benötige dürfe zum Einsatz kommen. Stattdessen hört man auf der Platte verspieltes Kinderklavier neben grummeliger Tuba, schräger Ukule und putzigen Streichern.
Morgen Abend spielen The Magnetic Fields im Kino Babylon und heute abend kommt Stephin Merritt im radioeins-Studio im Admiralspalast vorbei.
Und hier ist er, der traurigste Song überhaupt…

Weiterführende Lektüre:
The House of Tomorrow – Blog von The Magnetic Fields
BBC-Plattenkritik zu “Realism”