“Tilt-shift time-lapse” oder “fake miniatures” ist eine neue Methode der Film-Animation. Der Australier Keith Loutit ist ein Pionier dieser Technik.
Sein Film erzählt von Hochsee Helikopter Rettungen und ist einer der vielen Kurzfilme, die morgen Abend beim Festival “Future Shorts” im Admiralspalast gezeigt werden.
Bei Jubiläen wie dem heutigen wird ja immer viel und gern versucht, den Dingen auf den Grund zu gehen – und dafür gibt es ja 20 Jahre nach ’89 auch jede Menge Gelegenheiten (mitunter vielleicht sogar zu viele…). Aber wer geht eigentlich den Dingen auf den Untergrund?
Das macht der Dokumentarfilm “Poesie des Untergrunds” von Bert Papenfuß und Matthias Aberle. Die beiden erzählen von der DDR-Künstlerszene, wie sie sich in den 70er und 80er Jahren in Berlin-Prenzlauer Berg entwickelt hat.
Schriftsteller, Musiker, Fotografen, Filmemacher und Bildende Künstler – sie alle bevölkerten die Hinterhöfe mit Spaß und Subversion aber auch mit Provokation und Opposition. Dass man später dabei gelegentlich unter vermeintlich Gleichgesinnten Stasispitzel fand – auch diese Geschichten erzählt der Film.
Morgen abend läuft er ab 20 Uhr im Prater und heute abend ist der Regisseur Matthias Aberle kurz nach acht zu Besuch bei radioeins im Admiralspalast.
Elliott Smith war ein Genie, sagen viele. Und wahrscheinlich sagen das nicht wenige, weil er zu früh gestorben ist.
Wahr ist: Elliott Smith gilt als einer der einflussreichsten Musiker unserer Zeit. Was Nick Drake oder Tim Buckley für die Singer/Songwriter-Generation der 70er und 80er Jahre bedeuteten, war bzw. ist Smith wahrscheinlich für jene, die danach kamen.
Sogar Hollywood entdeckte ihn für sich: Im Jahr 1997 wurde sein Song “Miss Misery” aus dem Film “Good Will Hunting” von Gus van Zandt für einen Oscar nominiert.
2003 beging Elliott Smith im Alter von 44 Jahren (vermutlich) Selbstmord.
Nachdem posthum schon zwei Alben erschienen sind, wird ihm jetzt auch durch einen Dokumentarfilm ein Denkmal gesetzt.
In “Searching for Elliott Smith” soll es neben seltenem Archivmaterial Interviews mit jenen geben, die Elliott Smith nahe standen.
Ob der Film jemals hier laufen wird, ist fraglich…
Hier ein Ausschnitt aus “The Royal Tenenbaums” für den sich Wes Anderson auch eines der wundervollen Songs von Elliott Smith bedient hat.
Sieht so aus, als würden wir den lustigen Zeichentrick-Kollegen da oben bald wiedertreffen. Regisseur Robert Zemeckis hat jetzt bestätigt, dass er seinen lispelnden Roger Rabitt nach 20 Jahren endlich wiederbeleben wolle, natürlich zeitgemäß in 3D.
Ebenfalls dreidimensional wird sein Remake des Beatles-Films “Yellow Submarine”, das er bis 2012 fertiggestellt haben will.
Aber jetzt erstmal der famose Charles-Dickens-Klassiker “Eine Weihnachtsgeschichte” mit dem computeranimierten Jim Carrey in sieben Rollen: Als Ebenezer Scrooge in allen Altersphasen und als die drei Weihnachtsgeister. Ab Donnerstag im Kino.
Am 3. Dezember kommt Woody Allens neue Komödie “Whatever works” ins Kino. Ein Film, für den er endlich mal wieder Manhattan absperren ließ.
In der Hauptrolle: Larry David (der das spielt, was er am besten kann: sein misanthropisches Ebenbild):
Und bevor wir den gesehen haben, gibt’s schon Nachrichten von Allens neuem Projekt: “You will meet a dark stranger” soll der Film heißen und (Obacht!) von komplizierten Liebesbeziehungen handeln, bei denen sich Antonio Banderas, Josh Brolin, Naomi Watts und Anthony Hopkins gegenseitig und lustig an die Leinwand spielen sollen.
Im Herbst 2010 soll der Film ins Kino kommen. Bis dahin: Larry David und Woody Allen vor 20 Jahren…
Im Januar nächsten Jahres kommt “Das Kabinett des Doktor Parnassus” ins Kino – der neue Film von Terry Gilliam und der letzte von Heath Ledger. Er war während der Dreharbeiten im Januar 2007 gestorben und wurde später im Film durch Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell “ersetzt”.
“Parnassus” ist eine phantastische Geschichte über die Magie des Geschichtenerzählens. Es geht um Unsterblichkeit, Liebe und einen Pakt mit dem Teufel. Der wird übrigens gespielt von Tom Waits.
In einem Interview mit “The Times” sprechen Gilliam und Waits über Heath Ledger, Waits kündigt offiziell sein neues Live-Album “Glitter and Doom” an (24. November/ANTI) und Gilliam ist hoffnungsvoll, was die Realisierung seines immer wieder scheiternden Langzeitfilmprojekts “The Man Who Killed Don Quixote” betrifft.
Das komplette Interview (englisch) steht hier.
Der japanische Künstler Takeuchi Taijin machte 1300 Fotos, arrangierte sie, fotografierte das noch einmal und machte einen Film (mit überraschendem Ende!) daraus. Und hier ist noch einer nach dem gleichen Prinzip.
Bevor der neue Film von Ethan und Joel Coen ins Kino kommt, kann man sich die Zeit prima mit anderen “Filmchen” der Brüder vertreiben.
Salute Your Shorts – so heißt eine Kolumne der Online-Ausgabe des Magazins Paste, in der wöchentlich Kurzfilme, Musikvideos, Werbespots und ähnliches besprochen werden.
In dieser Woche: Die Kurzfilme der Coen-Brüder. Die meisten Regisseure versuchten sich am Kurz- und Werbefilm lange Zeit bevor sie ihr erstes längeres Werk drehten. Bei Ethan und Joel Coen war’s genau umgekehrt. Wer die ganze Geschichte (englisch) lesen will – hier.
Anschauungsmaterial gibt’s da auch und einen Film gleich hier unten. Steven Buscemi als amerikanischer Tourist in einer Pariser U-Bahnstation (2006).
Zwei Geschichten von Cormac McCarthy. Die eine vor zwei Jahren verfilmt von den Coen-Brüdern, die andere (der mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnete beeindruckende und düstere Roman “The Road”) kommt Mitte Oktober ins Kino. Diesmal in der Regie des Australiers John Hillcoat und mit Viggo Mortensen in der Rolle des Vaters, der sich mit seinem kränkelnden Sohn durch eine Endzeitwelt schlägt.
Den Soundtrack zu “The Road” hat übrigens Nick Cave zusammen mit Warren Ellis geschrieben, und zwar so:
Am 2. Oktober kommt der neue Film von Ethan und Joel Coen in die Kinos (leider noch nicht in unsere): “A Serious Man” – eine schwarze 60er-Jahre-Komödie über einen in den Suburbs von Minneapolis lebenden jüdischen Physikprofessor auf der Suche nach Sinn und Wahrheit, die er bei drei Rabbinern zu finden hofft – natürlich mit fragwürdigem Erfolg…
“A Serious Man” soll der jüdischste und damit auch persönlichste Film der Coen-Brüder sein. Wann er bei uns anläuft, ist noch nicht klar.
Und während wir darauf warten, arbeiten die Coen-Brüder schon wieder an ihrem nächsten Projekt: einem Remake des Westernklassikers “True Grit” (“Der Marshal”) von 1969. Und wer wird da vielleicht mitspielen?
Jeff “The Dude” Bridges!
Zum Weitergucken: Ein Videointerview mit den Coen-Brüdern zu “A Serious Man”.