Gerade war der britische Schauspieler und Gollum-Darsteller Andy Serkis bei der Berlinale, um seinen neuen Film „Sex & Drugs & Rock & Roll“ vorzustellen – eine Filmbiographie über Ian Dury (Trailer hier).
Bei der Gelegenheit verkündete er, dass er demnächst an der Neuverfilmung der “Dreigroschenoper” von Brecht/Weill mitwirken werde und dass es toll sei, diese Nachricht in der Heimatstadt des Stücks zu verkünden (Uraufführung 1928 am im Theater am Schiffbauerdamm).
Den Soundtrack macht Nick Cave, der ja bei den “September Songs” auch schon selbst mal prima den Macky Messer gegeben hat.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Für sein “Orphans”-Album hat Tom Waits wiederum eine schöne Version des Songs “Wovon lebt der Mensch” aufgenommen…
Ein Interview ist ein Interview ist ein Interview. Frage-Antwort-Frage-Antwort… kennt man ja.
Der Filmproduzent Sven Häusler hatte eine andere Idee: Gib einem bekannten Menschen ein Thema, das irgendwie mit ihm verbunden ist und lass ihn drüber reden. Und genau das passiert auf der Seite “iseevoices – people on topics”.
Billy Bragg spricht über Wut, Markus Kavka über Selbstmord, Wim Wenders über Geschwindigkeit, Berlinale-Chef Dieter Kosslick über Geschmack usw.
Die Kamera schreibt nicht nur mit, sondern macht ihre eigene Geschichte daraus…
Inzwischen sind neun Filme online. Die meisten in Englisch, der neueste (Sven Väth übers Tanzen) auf Deutsch.
(Nebenbei: Sven Häusler hat auch die großartige DVD “Peter Fox & Cold Steel – Live aus Berlin” produziert)
Robin Hood kommt wieder. Die Sage um den mittelalterlichen Held wurde gefühlte Tausendmal verfilmt.
2010 kommt eine neue Version ins Kino. Diesmal von Ridley Scott.
Der Trailer lässt erahnen, dass seine Verfilmung weniger romantisch aber dafür um so blutrünstiger sein wird.
Russell (“Gladiator”) Crowe spielt die Hauptrolle, Cate Blanchett ist Maid Marian, der Soundtrack ist brachial… und sonst so?
Ab 13. Mai 2010 werden wir’s wissen.
Julian Smith ist ein junger Filmemacher aus Nashville, der das Internet seit einiger Zeit mit lustigen Kurzfilmen beglückt. Hier sind zwei davon (die anderen gibt’s hier):
Im März 2010 kommt “Alice im Wunderland” von Tim Burton ins Kino. Der Trailer sieht ziemlich toll aus.
Wer jedoch das Glück hat, demnächst nach New York zu kommen, kann sich Tim Burtons schaurig-schönes Werk auch im Museum of Modern Art angucken: Das MoMA stellt jede Menge Skizzen, Zeichnungen, Gemälde und Polaroids aus und zeigt 14 seiner bekanntesten Filme.
Wer nicht nach New York kommt – auf der Tim Burton Homepage kann man als Burtons “Stain Boy” prima durch die virtuelle Tim Burton Galerie spazieren…
19 Jahre nach seinem Tod soll 2010 endlich eine Filmbiographie über Serge Gainsbourg ins Kino kommen.
In seinem Regiedebüt “Gainsbourg – Vie Héroïque” will der französische Comiczeichner Joann Sfar die Geschichte des begnadeten Chansonniers und kettenrauchenden Provokateurs erzählen – von seiner Jugend im nazibesetzten Paris (als er noch Lucien Ginsberg hieß), über seine beispiellose Karriere in den 60ern, die skandalträchtigen TV-Auftritte in den 80ern bis zu seinem Tod 1991.
In den Hauptrollen u.a.: Eric Elmosnino (Gainsbourg), Lucy Gordon † (Jane Birkin), Laetitia Casta (Brigitte Bardot).
Der kanadische Sänger Gonzales wird Elmosnino am Klavier “doubeln”.
Der Sohn des Uhrmachers erfährt, dass sein Vater krank ist und möchte ihm einen letzten Wunsch erfüllen…
Poetischer Kurzfilm von Brandon McCormick – ein leidenschaftlicher Filmemacher, der seine eigene kleine leidenschaftliche Filmfirma hat.
“Tilt-shift time-lapse” oder “fake miniatures” ist eine neue Methode der Film-Animation. Der Australier Keith Loutit ist ein Pionier dieser Technik.
Sein Film erzählt von Hochsee Helikopter Rettungen und ist einer der vielen Kurzfilme, die morgen Abend beim Festival “Future Shorts” im Admiralspalast gezeigt werden.
Bei Jubiläen wie dem heutigen wird ja immer viel und gern versucht, den Dingen auf den Grund zu gehen – und dafür gibt es ja 20 Jahre nach ‘89 auch jede Menge Gelegenheiten (mitunter vielleicht sogar zu viele…). Aber wer geht eigentlich den Dingen auf den Untergrund?
Das macht der Dokumentarfilm “Poesie des Untergrunds” von Bert Papenfuß und Matthias Aberle. Die beiden erzählen von der DDR-Künstlerszene, wie sie sich in den 70er und 80er Jahren in Berlin-Prenzlauer Berg entwickelt hat.
Schriftsteller, Musiker, Fotografen, Filmemacher und Bildende Künstler – sie alle bevölkerten die Hinterhöfe mit Spaß und Subversion aber auch mit Provokation und Opposition. Dass man später dabei gelegentlich unter vermeintlich Gleichgesinnten Stasispitzel fand – auch diese Geschichten erzählt der Film.
Morgen abend läuft er ab 20 Uhr im Prater und heute abend ist der Regisseur Matthias Aberle kurz nach acht zu Besuch bei radioeins im Admiralspalast.
Elliott Smith war ein Genie, sagen viele. Und wahrscheinlich sagen das nicht wenige, weil er zu früh gestorben ist.
Wahr ist: Elliott Smith gilt als einer der einflussreichsten Musiker unserer Zeit. Was Nick Drake oder Tim Buckley für die Singer/Songwriter-Generation der 70er und 80er Jahre bedeuteten, war bzw. ist Smith wahrscheinlich für jene, die danach kamen.
Sogar Hollywood entdeckte ihn für sich: Im Jahr 1997 wurde sein Song “Miss Misery” aus dem Film “Good Will Hunting” von Gus van Zandt für einen Oscar nominiert.
2003 beging Elliott Smith im Alter von 44 Jahren (vermutlich) Selbstmord.
Nachdem posthum schon zwei Alben erschienen sind, wird ihm jetzt auch durch einen Dokumentarfilm ein Denkmal gesetzt.
In “Searching for Elliott Smith” soll es neben seltenem Archivmaterial Interviews mit jenen geben, die Elliott Smith nahe standen.
Ob der Film jemals hier laufen wird, ist fraglich…
Hier ein Ausschnitt aus “The Royal Tenenbaums” für den sich Wes Anderson auch eines der wundervollen Songs von Elliott Smith bedient hat.