DER REALISMUS MAGNETISCHER FELDER

26. März 2010 um 15:39 Uhr


Das ist Stephin Meritt. Er ist der Vorsitzender der New Yorker Band The Magnetic Fields.
Über Stephin Merritt wird gern mal gesagt, er sei der beste Songwriter unserer Zeit. Das muss auch Peter Gabriel finden, denn er hat für sein letztes Album “Scratch My Back” den Magnetic Fields-Song “The Book of Love” gecovert. Ein Song, von dem übrigens gern behauptet wird, es sei der traurigste Song überhaupt.
Ihr letztes Album “Distortion” haben die Magnetic Fields der wunderdunklen Band Jesus and The Mary Chain gewidmet. Das neue heißt “Realism” und ist wieder ganz anders, denn Merritt erließ im Studio das Gesetz: Kein Instrument das Strom benötige dürfe zum Einsatz kommen. Stattdessen hört man auf der Platte verspieltes Kinderklavier neben grummeliger Tuba, schräger Ukule und putzigen Streichern.
Morgen Abend spielen The Magnetic Fields im Kino Babylon und heute abend kommt Stephin Merritt im radioeins-Studio im Admiralspalast vorbei.
Und hier ist er, der traurigste Song überhaupt…

Weiterführende Lektüre:
The House of Tomorrow – Blog von The Magnetic Fields
BBC-Plattenkritik zu “Realism”

Kategorie Interview Musik Radio

DAS WILDE KIND UND DAS GLÜCK VON T.C.BOYLE

24. März 2010 um 15:47 Uhr


Foto: Hanna Lippmann

Das ist Thomas Coraghessan Boyle. Ein amerikanischer Schriftsteller, der schon viele wunderbare Bücher geschrieben hat.
Gerade ist bei uns sein neues Buch “Das wilde Kind” erschienen – eine von 14 Erzählungen, die in den USA bereits in einem Band veröffentlicht wurden, der hier noch seiner Übersetzung harrt.
Angelehnt an die Legende von Victor, dem französischen Kaspar Hauser, der 1800 in den Bergen von Languedoc gefangen wurde, lässt T.C. Boyle die taubstumme Lehrerin und Heldin seines Romans “Talk Talk” die Geschichte eines Wolfskindes erzählen.
Ich durfte T.C. Boyle im vergangenen Jahr interviewen – da hat er schon ein wenig über sein neues Buch verraten.
Am Tag dieses Interviews hatte auch der Filmproduzent Sven Häusler einen Termin mit ihm, um ihn für seine grandiose Interview-Seite iseevoices zum Thema “Glück” erzählen zu lassen.
(via Spreeblick)

Weiterführende Lektüre:
Sehr gute deutsche Seite zu T.C.Boyle
Wikipedia zum Film “Der Wolfsjunge” von Francois Truffaut
iseevoices von hier aus

Kategorie Literatur Video

WEIA! WAGALAWA WEIA! – KAMINSKI ON AIR

19. März 2010 um 13:28 Uhr


Dieser freundliche junge Mann ist Stefan Kaminski.
Ein wunderbarer Schauspieler und der Erfinder des Live-Hörspiels, das er jetzt schon seit geraumer Zeit am Deutschen Theater und anderswo mit seiner Reihe “Kaminski on Air” produziert.
Hier hatte ich schon mal was über ihn reingeklebt.
Bevor Stefan ab 22. März im Kammermusiksaal an vier Abenden seine Version von Wagners Ring-Tetralogie als dreidimensionales Live-Hörspiel aufführen wird, kommt er heute abend im radioeins-Studio im Admiralspalast vorbei.

Weiterführende Lektüre
Kaminski on Air
Kaminski on Air in der Philharmonie

Kategorie Hoerspiel Radio

DER MASKENMANN, DER BASS SPIELN KANN

16. März 2010 um 16:21 Uhr


Diese vertrauenerweckenden jungen Männer sind eigentlich nur vier Versionen eines Mannes – Les Claypool. Der begnadete und innovative Bassist und ehemalige Vorsitzende der Band Primus spielte einst bei Metallica vor und wurde als “zu gut” abgelehnt.
Das machte nichts, denn er hatte jede Menge anderer guter Ideen – und nicht nur musikalische… Unter anderem schrieb er mit Primus den Titelsong für “South Park”, machte einen Film und schrieb einen Roman.
Vor genau einem Jahr erschien Les Claypools Album “Of Fungi and Foe” und bevor er morgen abend im Lido seine lustige Musik spielt, kommt er im radioeins-Studio im Admiralspalast vorbei.

Weiterführende Lektüre:
Les Claypool bei laut.de
Les Claypool bei boing boing mit schönem Videointerview

Kategorie Musik Radio

FUNKELPFERD SPRINGT NICHT MEHR

7. März 2010 um 13:15 Uhr


Das ist bzw. war Mark Linkous.
Wie der Rolling Stone gestern mitteilte, hat sich der Singer/Songwriter und Vorsitzende der amerikanischen Band Sparklehorse das Leben genommen.
Linkous hatte u.a. mit Tom Waits, PJ Harvey oder Daniel Johnston zusammengearbeitet und zuletzt gemeinsam mit Danger Mouse das Album “The Dark Night of the Soul” produziert, auf dem neben Iggy Pop, Frank Black (Pixies), Suzanne Vega und Julian Casablancas (The Strokes) unter anderem auch – traurige Ironie des Schicksals – Vic Chesnutt zu hören war, der sich erst Weihnachten letzten Jahres freiwillig von der Welt verabschiedet hat.
Vor seinem Selbstmord hatte Mark Linkous an einem neuen Sparklehorse-Album gearbeitet.

Weiterführende Lektüre:
SPEX zum Tod von Mark Linkous
Sparklehorse (englische Wikipedia)
Hintergründe zu “The Dark Night of the Soul”
“The Dark Night of the Soul” anhören

Kategorie Musik News Traurig

AUF LEBEN UND BROT

3. März 2010 um 16:10 Uhr


Diese beiden lustigen Gesellen sind Wallace und Gromit aus der berühmten gleichnamigen Knetfiguren-Trickfilmserie aus Großbritannien. Ihr Film “A Matter of Loaf and Death” ist der fünfte Beitrag, der in diesem Jahr für einen Oscar in der Kategorie “Best Short Film (animated)” nominiert wurde. Hier ist der Trailer und hier unten das Making Of:

Weiterführende Lektüre:
Wallace & Gromit Seite

Kategorie Animation

BÖSE BUNTE WARENWELT

2. März 2010 um 16:30 Uhr


“Logorama” – so heißt der wohl spektakulärste Anwärter auf einen Oscar in der Kategorie “Bester animierter Kurzfilm”, der am kommenden Sonntag verliehen wird.
Schöpfer des brutal-lustigen Action Thrillers um einen durchgeknallten MacDonald-Clown und ein paar knuffige Michelin-Polizisten ist das französische Künstlerkollektiv H5, das in die nur 15minütige krude Story über 2000 Marken und Logos packte.
Gute Unterhaltung!

Weiterführende Lektüre:
Hintergründe zur Produktion und Interview mit Machern

Kategorie Animation

SCHÖNE GEISTERJAGD

um 12:06 Uhr


Diese ernsten jungen Männer gehören zur vermutlich ersten Band, die sich nach einem Museum benannt hat: Dem Musée Mécanique in San Francisco. Dort befindet sich die größte private Sammlung mechanischer Musikinstrumente und alter Spielautomaten.
Musée Mécanique selbst kommen aus Portland und lassen sich auch gern von Second Hand Läden, Garagenverkäufen und dem offenbar sehr speziellen Portland-Regen inspirieren.
Und dabei entstehen wunderschöne Songs und bisweilen hypnotische Filme für den Kopf.
Heute abend spielen Musée Mécanique im Café Zapata und vorher kommen sie im radioeins-Studio im Admiralspalast vorbei…

Weiterführende Lektüre:
Musée Mécanique bei MySpace
Biografie bei Laut.de

Kategorie Musik Radio