SONNTAGSMÄRCHEN: DER SOHN DES UHRMACHERS

15. November 2009 um 07:02 Uhr

Der Sohn des Uhrmachers erfährt, dass sein Vater krank ist und möchte ihm einen letzten Wunsch erfüllen…
Poetischer Kurzfilm von Brandon McCormick – ein leidenschaftlicher Filmemacher, der seine eigene kleine leidenschaftliche Filmfirma hat.

Kategorie Film

GUTE NACHT! (JOHNNY, DARF ICH?)

14. November 2009 um 01:15 Uhr

Spreeblick sagt seit ein paar Wochen immer “Guten Morgen” mit einem Musik-Video. Prima Idee… für heute nacht geklaut :)

Morton Valence

Kategorie Musik

DIE WELT IN DER BADEWANNE

13. November 2009 um 11:49 Uhr

“Tilt-shift time-lapse” oder “fake miniatures” ist eine neue Methode der Film-Animation. Der Australier Keith Loutit ist ein Pionier dieser Technik.
Sein Film erzählt von Hochsee Helikopter Rettungen und ist einer der vielen Kurzfilme, die morgen Abend beim Festival “Future Shorts” im Admiralspalast gezeigt werden.

Vimeo-Kanal von Keith Loutit (dort erklärt er auch die Technik)
Future Shorts Homepage

Kategorie Animation Film

BECK UND ALL DIE ANDEREN

um 10:34 Uhr


Seit Sommer dieses Jahres betreibt Beck jetzt schon seinen Record Club – der funktioniert so: Er schaufelt bekannte Musikerkollegen, die gerade in der Nähe sind, in sein Studio und nimmt mit ihnen an einem Tag eine ganze Platte auf – einfach so, ohne viel zu proben. Die Videos der Sessions stellt er dann auf seine Homepage.
So bereits geschehen mit den Songs von Leonard Cohen und denen von Velvet Underground & Nico.
Sein letzter Streich: Mit Jeff Tweedy (Wilco), Feist und Jamie Lidell covert Beck den Song “Little Hands” des Jefferson Airplane-Schlagzeugers und späteren Moby Grape-Gitarristen Skip Spence.

Kategorie Musik

HÄ?

11. November 2009 um 12:22 Uhr


Eigentlich wollte ich hier nur Sachen reinkleben, die ich gut finde. Aber das ist jetzt mal uneigentlich:

Ich war am vergangenen Wochenende in Utrecht (Holland). Dort findet einmal im Monat sonntags ein Kulturfestival statt, immer zu einem anderen Thema. Diesmal: 20 Jahre Mauerfall.
Ich sollte dort mit Herman van Veen über seine Erfahrungen in und mit der DDR sprechen. Ich hatte ihn am 4. Oktober 1989 vor seinem Konzert in Ostberlin interviewt, seinen Satz “Ich werde heute die Mauer wegsingen” bei DT64 gesendet und dafür einen erhobenen (aber am Ende doch ziemlich harmlosen) “Du Du!”-Zeigefinger kassiert – deshalb war ich eingeladen.

Bei der Veranstaltung in Utrecht hat Herman van Veen vor unserem Gespräch zu den Leuten geredet, natürlich auf Holländisch…
Heute las ich, worum es da unter anderem ging und welche Folgen das hatte: van Veen hat über die DDR, über Pressefreiheit, Demokratie und totalitäre Systeme gesprochen und in diesem Zusammenhang vor der offensichtlich ziemlich rechten PVV gewarnt, die er in die Nähe der Nazi-Partei NSB rückte.
Am nächsten Tag wurde van Veen vom holländischen (der BILD-Zeitung nicht unähnlichen) DE TELEGRAAF “zitiert”. Darauf regnete es Hass- und Drohmails in seinen email-Account und jetzt ist er Mode. Bei einer Talkshow im Fernsehen hat er sich erklärt und seine Worte noch mal in den richtigen Kontext gestellt.

Vielleicht bin ich zu naiv, vielleicht fehlt mir der politische Sachverstand, vielleicht habe ich Demokratie und Pluralismus im Kapitalismus immer noch nicht kapiert…
Mir will nicht in den Kopf, warum hochrangige Politiker nur mal kurz zum Schämen in die rechte Ecke geschickt werden, wenn sie den Rassisten/Ausländerfeind raushängen lassen, während Leute mit unbequemen Bemerkungen sofort dem “gesunden Volksempfinden” zum Fraß vorgeworfen werden.

Weiterführende Lektüre:
Frankfurter Rundschau
Tazblog von Falk Madeja
Herman van Veen am 10.11. im niederländischen Fernsehen

Kategorie Allgemein Meins

JULIET NAKED AND BETH ANGEZOGEN

um 11:46 Uhr


Beim Radio arbeiten zu dürfen ist toll – aber es gibt Tage, da ist es noch toller! Gestern war so ein Tag: Nick Hornby kam kurz vor seiner Lesung im Admiralspalast vorbei und die wunderbare Beth Hart hat das Studio mit ihrer Seele gefüllt:


Beth Hart Homepage
“Juliet, Naked” bei Amazon

Kategorie Literatur Meins Musik

POESIE DES UNTERGRUNDS

9. November 2009 um 16:26 Uhr


Bei Jubiläen wie dem heutigen wird ja immer viel und gern versucht, den Dingen auf den Grund zu gehen – und dafür gibt es ja 20 Jahre nach ’89 auch jede Menge Gelegenheiten (mitunter vielleicht sogar zu viele…). Aber wer geht eigentlich den Dingen auf den Untergrund?
Das macht der Dokumentarfilm “Poesie des Untergrunds” von Bert Papenfuß und Matthias Aberle. Die beiden erzählen von der DDR-Künstlerszene, wie sie sich in den 70er und 80er Jahren in Berlin-Prenzlauer Berg entwickelt hat.
Schriftsteller, Musiker, Fotografen, Filmemacher und Bildende Künstler – sie alle bevölkerten die Hinterhöfe mit Spaß und Subversion aber auch mit Provokation und Opposition. Dass man später dabei gelegentlich unter vermeintlich Gleichgesinnten Stasispitzel fand – auch diese Geschichten erzählt der Film.
Morgen abend läuft er ab 20 Uhr im Prater und heute abend ist der Regisseur Matthias Aberle kurz nach acht zu Besuch bei radioeins im Admiralspalast.

Toncollage aus “Poesie des Untergrunds”

Kategorie Film

AUF DER SUCHE NACH ELLIOTT

6. November 2009 um 01:01 Uhr


Elliott Smith war ein Genie, sagen viele. Und wahrscheinlich sagen das nicht wenige, weil er zu früh gestorben ist.
Wahr ist: Elliott Smith gilt als einer der einflussreichsten Musiker unserer Zeit. Was Nick Drake oder Tim Buckley für die Singer/Songwriter-Generation der 70er und 80er Jahre bedeuteten, war bzw. ist Smith wahrscheinlich für jene, die danach kamen.
Sogar Hollywood entdeckte ihn für sich: Im Jahr 1997 wurde sein Song “Miss Misery” aus dem Film “Good Will Hunting” von Gus van Zandt für einen Oscar nominiert.
2003 beging Elliott Smith im Alter von 44 Jahren (vermutlich) Selbstmord.
Nachdem posthum schon zwei Alben erschienen sind, wird ihm jetzt auch durch einen Dokumentarfilm ein Denkmal gesetzt.
In “Searching for Elliott Smith” soll es neben seltenem Archivmaterial Interviews mit jenen geben, die Elliott Smith nahe standen.

(via)

Ob der Film jemals hier laufen wird, ist fraglich…
Hier ein Ausschnitt aus “The Royal Tenenbaums” für den sich Wes Anderson auch eines der wundervollen Songs von Elliott Smith bedient hat.

Weiterführende Lektüre:
Ausführliche englische Wikipedia über E.S.
Film-Blog
Berliner Zeitung (2000)
The mysterious death of Mr Misery (The Guardian)
Elliott Smith bei Amazon

Kategorie Film Musik

YO LA TENGO IM HIMMEL

5. November 2009 um 17:51 Uhr

Die grandiose Band YO LA TENGO aus New Jersey stieg neulich dort selbst auf ein Dach und…


via Pitchfork

Kategorie Musik

MÄDCHEN IN FRAUENKLEIDERN

3. November 2009 um 16:07 Uhr


Das ist Rickie Lee Jones. Am 8. November wird sie 55 Jahre alt und schenkt sich und uns zum Geburtstag eine neue Platte – ihre dreizehnte. Und da klingt sie wie schon auf der ersten, die vor 30 Jahren erschienen ist: wie ein Mädchen.
Rickie Lee Jones hat so allerhand ausprobiert, hat mit Pop und Jazz experimentiert und wurde dafür nicht immer nur auf Händen getragen. Anderen wiederum hat sie auf die kommerziellen Sprünge geholfen, wie z.B. ihrem damaligen Freund Tom Waits…
Rickie Lee Jones’ neues Album “Balm in Rilead” erscheint am Freitag und auf ihrer schönen Homepage bekommt man schon eine Ahnung davon. Und hier ein Video von ihrem ersten großen Hit:

Kategorie Musik