Am 2. Oktober kommt der neue Film von Ethan und Joel Coen in die Kinos (leider noch nicht in unsere): “A Serious Man” – eine schwarze 60er-Jahre-Komödie über einen in den Suburbs von Minneapolis lebenden jüdischen Physikprofessor auf der Suche nach Sinn und Wahrheit, die er bei drei Rabbinern zu finden hofft – natürlich mit fragwürdigem Erfolg…
“A Serious Man” soll der jüdischste und damit auch persönlichste Film der Coen-Brüder sein. Wann er bei uns anläuft, ist noch nicht klar.
Und während wir darauf warten, arbeiten die Coen-Brüder schon wieder an ihrem nächsten Projekt: einem Remake des Westernklassikers “True Grit” (“Der Marshal”) von 1969. Und wer wird da vielleicht mitspielen?
Jeff “The Dude” Bridges!
Zum Weitergucken: Ein Videointerview mit den Coen-Brüdern zu “A Serious Man”.
Im Oktober erscheint “Embryonic” – ein neues Doppelalbum der Flaming Lips. In dem schönen, bizarren Song “I Can Be A Frog” macht Karen O von den Yeah Yeah Yeahs Tierlaute nach. Das Video dazu ist auch sehr schön.
Der Singer/Songwriter hat sich von seinen früheren Musikvideos distanziert und behauptet, sie seien ohne seine Zustimmung veröffentlicht worden. Außer Carmensita und Little Yellow Spider seien alle Videos “a complete fucking mess of incompetence and deception”. (Pitchfork)
Am 27. Oktober erscheint sein neues Album “What Will We Be”.
Bis dahin ein Video, das Devendra Banhart auch nicht abgesegnet hat und das trotzdem gut ist: Preisträger eines Videowettbewerbs für einen Tributsampler, auf dem er “Don’t look back in anger” von Oasis gecovert hat (die ja ihrerseits… naja, ihr wisst schon und wenn nicht – imagine).
1970 erschien Roald Dahls Kinderbuch “Der fantastische Mr. Fox” – die Geschichte eines Fuchses, der bei ein paar Bauernhöfen Tiere klaut, um damit seine Familie zu ernähren, was natürlich nicht ohne Folgen bleibt.
Wes Anderson (Darjeeling Limited, The Royal Tenenbaums, Die Tiefseetaucher) hat einen Film daraus gemacht. Neumodisch altmodisch als Stopmotion und mit den Stimmen von George Clooney, Meryl Streep, Bill Murray, Owen Wilson und William Dafoe. Der Film kommt Anfang nächsten Jahres ins Kino.
Nach dem Judenjäger in Tarantinos “Inglourious Basterds” gibt Christoph Waltz bald den Oberschurken in Michel Gondrys Comicverfilmung “The Green Hornet”. Ursprünglich sollte die Rolle des Mafiabosses Chudnofsky von Nicolas Cage gespielt werden, doch der ist wegen “kreativer Differenzen” ausgestiegen.
“The Green Hornet” soll Ende 2010 ins Kino kommen. Und bis dahin – eins der vielen tollen Musikvideos, die Gondry so gemacht hat…
Als Tom Waits im vergangenen Jahr mit “Glitter & Doom” durch Europa tourte, machte er leider einen Bogen um Deutschland. Aber es sieht so aus, als würde es bald ein Live-Album geben. Das erfährt man aus dem Blog des Fotografen Michael T. Regan, dessen Bilder für die Platte verwendet werden sollen. Bis es soweit ist, hier ein Video der Pressekonferenz, die Waits vor der Tour gegeben hat. Es empfiehlt sich sehr, das Dokument bis zum Ende zu betrachten…
Im amerikanischen PayTV-Sender HBO läuft seit gestern die 7. Staffel der grandiosen Serie von und “über” Seinfeld-Produzent Larry David: Politisch unkorrekt, taktlos, böse… also sehr witzig. In Deutschland deshalb leider auch nur gegen Geld zu sehen, oder Ausschnitte auf YouTube:
“Did you ever see our show? It was called the Holocaust!”
(Die amerikanische Serie “Survivor” war Vorbild für “Dschungelcamp – Ich bin ein Star, holt mich hier raus”)
Fast unbemerkt von der großen weiten Welt tanzte Iggy Pop gerade bei der Ruhrtriennale 2009 in Duisburg die Liebe und den Tod. Ja, er tanzte – und sang deutsche Volkslieder…
Das “Schwesterlein” ist Tine Kindermann – eine Berliner Künstlerin und Musikerin, die seit den 90er Jahren in New York lebt und wundervolle Sachen macht.
(via Tine Kindermann und Institut für Kunstdokumentation)
Nein, kein Ausschnitt aus einer MDR-Sendung, sondern eine kleine Popgeschichte:
Im November ’89 kam in Holland der Film “De Kassière” ins Kino – ein durchschnittlicher, unspektakulärer Film, den man aber immerhin mit einem englischen Titel zu adeln versuchte: “LILY WAS HERE”.
Spektakulär war nur der Titelsong aus dem Soundtrack: Eine völlig unbekannte, holländische Saxophonistin namens Candy Dulfer spielte zusammen mit Dave A. Stewart (Eurythmics) dieses Instrumental, das sich wenige Monate später in die Charts und in unsere Ohren schrauben sollte…
Candy Dulfer wird heute 40 – deshalb: