Vor 20 Jahren erschien “Bleach” – das erste Album von Nirvana. Im November wird es von Sup Pop in einer “de luxe”-Edition wiederveröffentlicht (CD und Vinyl). Das Album enthält als Beigabe den kompletten Live-Mitschnitt eines Konzerts, das die Band 1990 im Pine Street Theatre in Portland gegeben hat. “Bleach”-Produzent Jack Endino hat das bis jetzt unveröffentlichte Material neu gemischt. Einen Song davon (“Scoff”) gibt’s hier schon zum Download.
(via Pitchfork)
Das sind die Ramona Falls auf dem Mount Hood in Oregon – ein Ort, der Brent Knopf in seiner Kindheit wie ein magisches Refugium schien. Deshalb hat der Musiker sein Soloprojekt so genannt und unter diesem Namen das wunderschöne Album “Intuit” veröffentlicht.
Eigentlich gehört Brent Knopf zu MENOMENA. Doch solange das Trio aus Portland nichts veröffentlicht, vertreibt er sich die Zeit mit Ramona Falls. So zum Beispiel gestern im Café Zapata und vorher im radioeins-Studio im Admiralspalast. Begleitet wurde er von Cherylin und Jean-Louise von der südafrikanischen Band Dear Reader. Das klang so.
Und hier ist das unterbelichtete Video dazu…
Der texanische Singer/Songwriter Daniel Johnston ist jetzt auch als “iPhone-App” zu haben. Inspiriert durch seine wundersamen Phantasiecharaktere wurde das 3D-Spiel entwickelt, das man für 0,79 € im iTunes-Kaufmannsladen erwerben kann.
In diesem Spiel navigiert man (supermariogleich) als eine von Daniel Johnston erschaffene Kreatur durch eine kunterbunte Landschaft. Der Weg: Rote Teufelsbabys und andere böse Mächte bekämpfen. Das Ziel: Das Mädchen der Träume.
Im Hintergrund hört man Daniel Johnston singen (der übrigens weder ein Mobiltelefon haben noch überhaupt wissen soll, was ein iPhone ist).
Am 6. Oktober erscheint übrigens das neue Album von Daniel Johnston.
Das ist Lucy Vodden – die Frau, die den Beatles als Vorbild für ihren Song “Lucy in the sky with diamonds” diente. Sie ist am Donnerstag im Alter von 46 Jahren an einer Autoimmunerkrankung gestorben.
John Lennon soll zu dem Song durch eine Zeichnung inspiriert worden sein, die sein ältester Sohn Julian 1966 von der Schule mit nach Hause brachte: Ein Porträt seiner Klassenkameradin Lucy, das Julian mit den Worten beschrieben haben soll: “It’s Lucy in the sky with diamonds”.
Obwohl Nick Cave glaubt, Gott existiere nur in seinen Songs, scheint er mit ein bisschen Vergötterung kein Problem zu haben. So hatte er vor, in seiner australischen Geburtsstadt Warracknabeal eine goldene Statue errichten zu lassen.
Cave: “Ich sitze nackt auf einem edlen Pferd, nur mit einem bescheidenen Lendenschurz bekleidet. Ich wollte dieses wunderschöne, eher homoerotisch anmutende Kunstwerk in die Mitte dieser winzigen Kleinstadt stellen, in der ich geboren wurde.”
Doch angesichts von Krise und Rezession, die auch vor Warracknabeal nicht Halt machen, schien es ihm dann doch etwas geschmacklos.
“But one day…” (Cave)
Auf den Tag genau vor 5 Jahren war Amy Winehouse bei radioeins. Sie hatte gerade ihr Debütalbum “Frank” veröffentlicht, war noch relativ unbekannt und verhältnismäßig nüchtern. Und das klang am 28. September 2004 so:
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Ich habe keine Zeitung gelesen.
Ich habe keiner Frau nachgesehn.
Ich habe den Briefkasten nicht geöffnet.
Ich habe keinem einen Guten Tag gewünscht.
Ich habe nicht in den Spiegel gesehn.
Ich habe mit keinem über alte Zeiten gesprochen
und mit keinem über neue Zeiten.
Ich habe nicht über mich nachgedacht.
Ich habe keine Zeile geschrieben.
Ich habe keinen Stein ins Rollen gebracht.
Zwei Geschichten von Cormac McCarthy. Die eine vor zwei Jahren verfilmt von den Coen-Brüdern, die andere (der mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnete beeindruckende und düstere Roman “The Road”) kommt Mitte Oktober ins Kino. Diesmal in der Regie des Australiers John Hillcoat und mit Viggo Mortensen in der Rolle des Vaters, der sich mit seinem kränkelnden Sohn durch eine Endzeitwelt schlägt.
Den Soundtrack zu “The Road” hat übrigens Nick Cave zusammen mit Warren Ellis geschrieben, und zwar so:
Inspiriert durch ein Röyksopp-Video interpretierte der schwedische Designstudent Tomas Nilsson das Märchen von Rotkäppchen neu und gab ihm buchstäblich eine neue Dimension… (für eine Ahnung genügt das Video da unten, für’s Detail sieht’s hier besser aus).
“Die Geburt des radikalen Islamismus aus dem Hüftspeck des deutschen Schlagers” – das ist der vielversprechende, vielschichtige und vor allem auch irgendwie dialektische Titel des neuen Buches von Jürgen Kuttner, das heute erscheint. Ich durfte es schon lesen und kann sagen: Dieses Buch ist vielversprechend, vielschichtig und vor allem auch irgendwie dialektisch – also prima! Also kaufen!
Heute abend um 22.30 Uhr stellt er das Werk persönlich im Prater (Volksbühne) vor.