Das ist eine Schreibmaschine. Der kanadische Künstler Todd McLellan hat sie in ihre kleinsten Einzelteile zerlegt und diese so inszeniert, dass ein ganz eigenes Kunstwerk entsteht. Auf ähnliche Weise ist er mit alten Telefonen, Fotoapparaten, Klavieren, Feuerlöschern, Kettensägen oder Rasenmähern verfahren. So wird Ingenieurskunst zu Bildender Kunst.
Und hier unten kann man ihm zusehen, wie er einen alten Radiowecker auseinandernimmt.
Das ist eine Frau mit ihrem Mann. Sie möchte gern dünn sein und geht deshalb in eine futuristisch wirkende Einrichtung, die ihr diesen Wunsch binnen kürzester Zeit erfüllen soll. Ihr Mann begleitet sie und während sie sich einer grotesken Behandlung unterzieht, begibt er sich auf Entdeckungsreise durch die seltsame Abmagerungsfabrik.
Die französische Animationsfilm erinnert in seiner Ästhetik und mit seinem skurrilem Witz an PLAYTIME von Jacques Tati (1967).
Das ist ein alter Mann. Er schläft und hat einen seltsamen Traum, in dem er Momente seines eigenen Lebens als surreales Märchen erlebt. Ein Märchen, das von kartenspielenden Robotern, eigensinnigen Affen, stolzen Matadoren, sehnsuchtsvollen Schuhmachern und einem unerschrockenen Soldaten handelt, der seine große Liebe verliert.
Der phantastische, im Stil des Magischen Realismus erzählte Film WEST OF MOON von Brent Bonacorso basiert auf Interviews mit Kindern über ihre Träume und wurde mit Preisen überhäuft. Zurecht.
Mein ältester Bruder betrachtete ein Foto meines Vaters, das ich ein paar Wochen vor seinem Tod gemacht hatte. Die Krankheit hatte sich schon in sein Gesicht gekerbt, trotzdem wirkte er entspannt wie selten. »Irgendwann werde ich auch so aussehen«, sagte mein ältester Bruder.
Das ist ein Portrait aus Disketten. Der britische Künstler Nick Gentry sammelt die Artefakte eines inszwischen vergangenen Medienzeitalters und gibt ihnen buchstäblich ein Gesicht – wenngleich auch eines, das immer seltsam seelenlos scheint…
Für seine Kunst verwendet er alte Disketten, Schnipsel von Filmnegativen, Röntgenaufnahmen und ähnliches. Das Video zeigt, wie er arbeitet.
Das ist ein Frosch, der Trompete spielt. Er gehört zu einer großen Froschgemeinschaft, die den Tod ihres Meisters betrauert. Der Puppenspieler schenkte ihnen das Leben, und nach seinem Tod versuchen sie ihm denselben Dienst zu erweisen.
Inspiriert durch Jim Henson schufen französische Filmstudenten diesen schönen, witzigen, melancholischen Trickfilm.
Das ist eine Skype-Nachricht von Gott. Darin lässt er Moses wissen, dass es doch mal Zeit sei, sein Volk aus der Sklaverei des Pharao zu befreien.
Der Rest ist Geschichte, steht im 2. Buch Mose und wird in einem lustigen Video so nacherzählt, als hätten die Jungs damals schon so kommunizieren können wie wir heute. Die Plagen, mit denen der Chef der Ägypter für seinen Starrsinn bestraft werden sollte, wären nur ein paar Mausklicks entfernt gewesen, Frösche und Ungeziefer hätte man leicht beim Online-Händler ordern können und wo das Meer am besten zu teilen wäre, hätte man prima über Google-Streetview gesehen. Kurz: Der Auszug der Israeliten aus Ägypten wäre ein digitales Kinderspiel gewesen – so ähnlich wie das hier.
In diesem Sinne: Chag Sameach oder Happy Passover!
(via: Andreas Friedländer und Thomas Sandberg)